(Ausschnitt aus Predigt-Beitrag zu St.Laurenzen, Sonntag 23.02.2005)
Wirtschaft und Politik müssen wieder gemeinsam versuchen, die sich abzeichnenden, grossen Strukturveränderungen mit dem Ziel anzugehen, Lösungen für die Menschen zu suchen - und zwar in unserem Land und bei unseren Handelspartner in aller Welt. Dazu braucht es Wirtschaftsführer und Politiker,
Unsere Gesellschaft braucht Managerinnen und Manager, Politikerinnen und Politiker, welche durch ihre Präsenz beweisen und erleben lassen, dass existentielle Fragen von Betroffenen anständig gemeistert werden können.
(Einführung in die Veranstaltung am Dienstag, 10. Januar 2005)
Natur und Mensch, und sicher Natur und Stadt empfinden wir heute meistens als Gegensatz. Und es ist so, mit der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert und dem exponentiellen Wachstum der Bevölkerung haben sich die Einflüsse des Menschen auf die Natur tatsächlich drastisch erhöht. Aufgrund dieser Entwicklung, aufgrund von Warnungen des Club of Rome in den 60er Jahren entstanden auch in unserem Land verschiedene Bewegungen, welche auf die Gefahren dieser Entwicklung hinwiesen und sich in vielfältiger Art zum Schutz der Umwelt engagierten.
Auch unser heutiger Gast - Franz Hohler - hat sich schon früh auf verschiedenste Art als Fürsprecher der Natur engagiert.
Immerhin, die Stadt ist paradoxerweise noch die ökologischste Form des menschlichen Zusammenlebens. Dank dichter Nutzungen, kurzen Wegen und damit minimaler Mobilität trägt die Stadt zur Schonung von Ressourcen und Kulturflächen bei. Dafür braucht die Stadt aber auch die Natur. Als Stadt im grünen Ring haben wir St.Galler gute Rahmenbedingungen.
Und für den Zukunftsglauben unserer Kinder ist es wichtig, nicht nur Schreckensszenarien zu entwickeln. Wir müssen vielmehr auf die Schönheiten der Natur hinweisen und sie lehren, schonungsvoll mit der Schöpfung umzugehen. Das diesjährige Programm "Natur findet Stadt" nimmt diesen Gedanken auf und zeigt anschaulich und auf vielfältige Art auf die Schönheiten der Natur in unserer schönen Stadt.
(Auszug aus Festrede 50 Jahre CVJM Ferienheim La Punt, September 2003)
Unser Wandel zur Multioptionsgesellschaft zeigt ihre Wirkung überall, auch in Gesellschaft und Erziehung. Ich möchte dies an folgenden drei Punkten aufzeigen:
Diese Sinnkrise und der Verlust von Eigenverantwortung äussert sich leider zunehmend auch in Politik und Wirtschaft. Goethe machte in Willhelm Meisters Wanderjahren den Versuch, eine "humane Marktwirtschaft" wie folgt zu beschreiben:
"Jeder suche den Besitz, der ihm von der Natur, vom Schicksal gegönnt war, zu würdigen, zu erhalten, zu steigern. Immer aber denke er dabei, wie er andere daran teilhaben lassen kann. Sucht jeder nur seinen eigenen Vorteil, so kann das Ganze nicht gedeihen. Privatbesitz soll daher vom Besitzer so verwaltet werden, dass der Nutzen desselben auch der Allgemeinheit zugute kommt."